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Wir bubblen wieder

Ich habe mich bisher davor zurückgehalten über die Bubble zu sprechen. Aber die Blase ist definiv zurück. Für Informatiker werden bereits wieder unanständige Summen bezahlt und auch für Firmen wird wieder unanständig bezahlt.

Beispiel Facebook

Der Herr Zuckerberg scheint ein cleveres Kerlchen zu sein, er flirtet mit allen grossen Firmen (Google, Yahoo und Microsoft) und treibt somit der Preis seiner doch eher kleinen Facebook-Firma in die höhe. Da der Herr Balmer den Web2.0-Boom verschlafen hat, wie das Microsoft bei ziemlich jedem Boom gemacht hat, fühlt er sich angepisst und will kein weiteres mal gegen die zwei Studenten in ihrer Garage (oder haben die jetzt auch kein Platz mehr in der Garage) in Mountain View verlieren. Hier gehts um die Männlichkeit und wer am Schluss mehr Spielzeuge hat.

Der Herr Balmer zahlt also 240 Mio. Dollar für 1,6 Prozent eines Spielzeugs das dieses Jahr 150 Mio. Dollar einbringen soll (und diese Zahl ist vermutlich bei weitem zu optimistisch). Wenn der Herr Balmer bei einer anderen Firma arbeiten würde hätte er tolle Managment-Tools, wie zum Beispiel...

... einen Taschenrechner. Mit einem Taschenrechner kann man dann ausrechnen, dass es genau 100 Jahre braucht bis Microsoft (und der Herr Balmer) ihre Kohle zurück haben werden. Natürlich denkt der Herr Balmer das der Herr Zuckerberg jetzt expandieren wird und darum mehr Kohle macht. Das ändert aber nichts daran das es lange gehen wird bis Microsoft (ihren bis dann abgeschriebenen) Anteil zurück erhalten wird.

Und dann macht es Peng!

Wann wird dann die Blase platzen? Das lässt sich wohl nicht so genau sagen, aber um so grösser sie wird, um so wahrscheinlicher ist das sie platzt. Die Blase ist dieses mal wohl ein wenig stabiler, da auch die VC ein bischen was gelernt haben. Einige meiner Quellen sagen der Börse nächsten Sommer sich übel verschlucken wird (der Nachbar meines Freunds und so, also nicht wirklich bestätigt). 

Nunja, für das Platzen der Blase wird es diesesmal einen Auslöser brauchen. Der Auslöser ist eigentlich nicht wichtig, aber Platzer gibt es genug: Mehrere terroristische Anschläge im Westen, türkischer Einmarsch in den Irak mit Intervention von einer oder mehreren Grossmächten, versuchter Cyberwar, Angriff auf den Iran oder auch nur ein lautes, wirtschaftliches Husten der grössten Volksdemokratie der Welt.

Was auch immer der Auslöser sein wird. Die Börsen werden verunsichert sein. Die Banken ihre Anlagen überprüfen, sich aus dem asiatischen Markt zurückziehen und Abschreibungen machen. Der asiatische Markt bricht zusammen, die Banken leiden. Anlagen werden wieder mal ein weniger analytischer Bewertet und somit bricht dann auch der überbewertete Kurs von Google zusammen. Allen Startups die zuoberst den Op-out über den Verkauf an Firma X im Businessplan haben wird der Geldhahn zugedreht und sie machen spätestens dann zu.  Weil VC machmal nicht so rational sind, drehen sie allen andern auch gleich noch den Hahn zu (mal in der Annahme das die VC nicht schon selber Pleite sind). Womit dann auch der Nasdaq zusammenbricht und die klasischen Börsen folgen werden.

Schwarzmalen

Das platzen der Blase wird sich wohl auch diesesmal nicht verhindern lassen. Ausgewogene Anlagen werden einem den Fall beim Crash ein wenig absichern. (Bei Anlagen meine ich eigentlich nicht nur Aktien sonder zum Beispiel auch der Job, Wohnung etc.).

So genug schwarzgemalt für heute...
Comments (1)  Permalink

comments

Emanuel @ 29.10.2007 10:34 CEST
Wie wärs mit einem name the bubble contest. Ich bin für Bubble 2.0 :)

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