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Prüfungswoche (Woche 4)

Zuerst mal einige Worte zu meinem Englisch. Ich habe das Gefühl das ich recht Fortschritte mache. Ein wenig überrascht war ich über meinen lausigen aktiven Wortschatz, ich muss ordentlich Voci büffeln um auch bei einfacheren Konversationen mitzusprechen zu können. Das Englisch ist aber ein relativ kleines Problem, mit dem Australisch habe ich immer noch meine liebe Mühe. Bei Sportler im Fernseher, meine Homestay-Family und andere Eingeboren habe ich immer noch einige Probleme zu folgen. Die Grammatik-Kenntnisse sind wie erwartet ziemlich lausig. Die Lehrer finden es nicht so schlimm, ich habe aber immer noch meine lieben Probleme mit Zeitformen und anderen Feinheiten der englischen Sprache. Kollegen und Lehrer finden meine Betonung der englischen Sprache töne scheinbar bei mir noch ein wenig Nazi-German-Like (ziemlich abgehakt), aber auch daran arbeite ich.

Die Prüfungswoche startete zimlich angenehm. Am Wochenende versuchte ich mit viel Ruhe die Grippe endgültig zu besiegen, was nicht schlecht gelang. Am Mittwochabend besuchte ich ihn "Logon City", einem relativ entfernten Suburb von Brisbane, eine ehmalige Cevi-Leiterin von mir die mit ihrem Sohn und Mann schon vier Jahre in Oz lebt. Das ganze war ein sehr vergnüglicher Abend. Am Abend rief mich auch noch Susan vom Bomerang-Club (der in der Schule für ausserschulische Aktivitäten zuständig ist) an, unser Tripp zum Great Barrier Reef würde wegen der schlechten Wetterprognosen verschoben. Somit wurde auch das Wochenende wieder frei.

Zuerst standen aber noch Prüfungen auf dem Programm! Der Voci-Test am Mittwoch ging ganz gut (ich hatte auch brav gelernt), die Präsentation war schon ein wenig schwerer und in gewissen Gebieten des Grammatiktests am Donnerstag war ich ziemlich schlecht und nicht wirklich zufrieden. Trotzdem geht die ganze Klasse am Montag ins Level 503 und in einem Monat werden wir dann mit 600 das höchste Level erreichen. Am Donnerstagnachmittag legten unsere Lehrer drei Klassen zusammen um ein Rollenspiel über die Verurteilung einer Mörderin zu spielen. Zuerst dachte ich das es ziemlich Langweilig werden würde, ich hatte mich getäuscht. Die Lektionen wurden die bisher lustigsten in meiner Schulzeit. Ich versuchte als Verteidiger für meine Mandantin einen Freispruch zu erreichen. Es war relativ schwierig zu erklähren warum zwei Messerstiche in den Rücken ein Unfall sein sollen und das die Mandantin ihren Mann über alles liebte obwohl sie wechselnde Männerbekanschaften pflegte. Die Jury hat uns dann leider die Story nicht abgekauft die Verhandlung war aber sehr amüsant und mit vielen latein-amerikanischen Emotionen gewürzt.

Am Samstag ging ich dann auf City-Tour, Jorge der erst Mitkommen wollte musste sich leider auf Wohnungssuche begehen und kam nicht mit. So bin ich allein durch die City gelaufen. Ich habe bei weitem nicht alles gesehen was ich wollte. Die Brisbane Library ist sehr toll. Sie ist mehr Begegnungsort als Bibliothek. In der Library findet man neben Bücher, DVD, Hörspielen und Zeitschrift von der ganzen Welt auch Sitzungsräume, Computer mit Internet, Schalter der Stadtverwaltung und am Samstag spielte sogar ein kleines Theater. Weiter gings mit dem CityCat den Brisbane River runter und wieder zurück. Nach einem kurzen Spaziergang der South Bank besuchte ich die neue Gallery of Modern Art. Sowohl das Gebäude wie auch die Ausstellung ist sehr interessant. Leider konnte ich nur den ersten Stock anschauen da die Galerie schon um 5 schloss.

Am Sonntag gings erneut nach Southbank zu einem BBQ mit einem Teil unserer Klasse und einigen anderen Personen. Candice unsere chinesische Mitstudentin feierte ihren Geburtstag und denn Abschluss der Englischschule, respektive den Start ihrer Zeit an der Universität in Brisbane. Wir haben unglaublich viel gegessen und einiges Getrunken, ein mexikanischer Mitstudent versuchte mich (und andere) mit Chilis zu vergiften (was ihm auch beinahe gelungen wäre). Nach der Party gings dann weiter in das Apartment jenes verückten Mexikaners, wo wir noch ein wenig weitertranken. Bevor es dann nach Hause ging.
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