BlogKontaktTagcloud

Next Geek-Meetings

Noch die wichtigsten paar Termine in der nächsten Woche für Informatiker im Grossraum Zürich:
Ähnliche Beiträge:
All new webtuesday
Peter Zaitsev in Zurich
Last Minute Call for webtuesday
1 Jahr Webtuesday
Webtuesday: OpenID - distributed authentication
Comments (0)  Permalink

Wir bubblen wieder

Ich habe mich bisher davor zurückgehalten über die Bubble zu sprechen. Aber die Blase ist definiv zurück. Für Informatiker werden bereits wieder unanständige Summen bezahlt und auch für Firmen wird wieder unanständig bezahlt.

Beispiel Facebook

Der Herr Zuckerberg scheint ein cleveres Kerlchen zu sein, er flirtet mit allen grossen Firmen (Google, Yahoo und Microsoft) und treibt somit der Preis seiner doch eher kleinen Facebook-Firma in die höhe. Da der Herr Balmer den Web2.0-Boom verschlafen hat, wie das Microsoft bei ziemlich jedem Boom gemacht hat, fühlt er sich angepisst und will kein weiteres mal gegen die zwei Studenten in ihrer Garage (oder haben die jetzt auch kein Platz mehr in der Garage) in Mountain View verlieren. Hier gehts um die Männlichkeit und wer am Schluss mehr Spielzeuge hat.

Der Herr Balmer zahlt also 240 Mio. Dollar für 1,6 Prozent eines Spielzeugs das dieses Jahr 150 Mio. Dollar einbringen soll (und diese Zahl ist vermutlich bei weitem zu optimistisch). Wenn der Herr Balmer bei einer anderen Firma arbeiten würde hätte er tolle Managment-Tools, wie zum Beispiel...

... einen Taschenrechner. Mit einem Taschenrechner kann man dann ausrechnen, dass es genau 100 Jahre braucht bis Microsoft (und der Herr Balmer) ihre Kohle zurück haben werden. Natürlich denkt der Herr Balmer das der Herr Zuckerberg jetzt expandieren wird und darum mehr Kohle macht. Das ändert aber nichts daran das es lange gehen wird bis Microsoft (ihren bis dann abgeschriebenen) Anteil zurück erhalten wird.

Und dann macht es Peng!

Wann wird dann die Blase platzen? Das lässt sich wohl nicht so genau sagen, aber um so grösser sie wird, um so wahrscheinlicher ist das sie platzt. Die Blase ist dieses mal wohl ein wenig stabiler, da auch die VC ein bischen was gelernt haben. Einige meiner Quellen sagen der Börse nächsten Sommer sich übel verschlucken wird (der Nachbar meines Freunds und so, also nicht wirklich bestätigt). 

Nunja, für das Platzen der Blase wird es diesesmal einen Auslöser brauchen. Der Auslöser ist eigentlich nicht wichtig, aber Platzer gibt es genug: Mehrere terroristische Anschläge im Westen, türkischer Einmarsch in den Irak mit Intervention von einer oder mehreren Grossmächten, versuchter Cyberwar, Angriff auf den Iran oder auch nur ein lautes, wirtschaftliches Husten der grössten Volksdemokratie der Welt.

Was auch immer der Auslöser sein wird. Die Börsen werden verunsichert sein. Die Banken ihre Anlagen überprüfen, sich aus dem asiatischen Markt zurückziehen und Abschreibungen machen. Der asiatische Markt bricht zusammen, die Banken leiden. Anlagen werden wieder mal ein weniger analytischer Bewertet und somit bricht dann auch der überbewertete Kurs von Google zusammen. Allen Startups die zuoberst den Op-out über den Verkauf an Firma X im Businessplan haben wird der Geldhahn zugedreht und sie machen spätestens dann zu.  Weil VC machmal nicht so rational sind, drehen sie allen andern auch gleich noch den Hahn zu (mal in der Annahme das die VC nicht schon selber Pleite sind). Womit dann auch der Nasdaq zusammenbricht und die klasischen Börsen folgen werden.

Schwarzmalen

Das platzen der Blase wird sich wohl auch diesesmal nicht verhindern lassen. Ausgewogene Anlagen werden einem den Fall beim Crash ein wenig absichern. (Bei Anlagen meine ich eigentlich nicht nur Aktien sonder zum Beispiel auch der Job, Wohnung etc.).

So genug schwarzgemalt für heute...
Comments (1)  Permalink

Einsatz für IPv6

Ich bin kein grosser Fan von eingebunden Videos. Für diesen grandiosen musikalischen Einsatz für IPv6 mache ich aber eine Ausnahme. Würden alle Netzwerk-Geeks sich so für IPv6 einsetzen wären wir IPv4 schon bald los und ich könnte wieder anständig telefonieren.


[via Nick Halstead]
Ähnliche Beiträge:
I'm in ur powerlinez
Scaling is not about...
22 five year olds
Too cool!
Internet kaputt!
Comments (0)  Permalink

Wahlen 2.0 - Macht Smartvote Sinn?

Dieses Jahr kam meine Wahl-Liste wie vielen meiner Kollegen direkt aus Smartvote abgeschrieben. Smartvote ist ein tolles Werkzeug, man beantwortet einige Fragen zur eigenen politischen Position und erhält eine Liste von Kandidaten mit der grössten politischen Übereinstimmung. Irgendwie einiges demokratischer als einfach eine Liste zu wählen, Wählen 2.0 hald.

Nach dem ich nun die Personen die meine politische Einstellung möglichst genau teilen gewählt habe, bin ich aber nicht sicher ob das Sinn macht. Was nützt es mir Kandidaten von Jungen-Parteien zu wählen? Viele Personen auf meiner Smartvoteliste haben zwar (aus meiner Sicht) eine tolle politische Einstellung, ihre Chance gewählt zu werden tendieren aber zu Null. Nützt das also was? Oder würde ich besser Persönlichkeiten von Mainstream-Parteien wählen, die zwar meine Einstellung nicht so genau Teilen, aber dafür eher gewählt werden? Oder sollte ich doch besser gleich wieder mit einer fertigen Liste wählen? Was meint ihr? Wie soll ich in 4 Jahren wählen um meiner Stimme möglichst viel Gewicht in Bern zu verschaffen?
Comments (3)  Permalink

blogcampswitzerland2.0

War heute am BlogCampSwitzerland 2.0. Allzuviel hatte ich mir davon nicht erhofft. Ich finde das Blogs nicht unbedingt eigene Konferenzen verdient haben und ging vorallem um Bekannte zu treffen. Die Konferenz hat mich dann positiv überrascht. Die Vorträge waren ausserordentlich professionell und über gute Themen. Ausserdem war das ganze sehr gut (un-)organsiert und der gesponserte Z'Mittag direkt an der Konferenz war ausserordentlich praktisch um auch die Mittagszeit für gute Gesprächen zu nutzen. Herzlichen dank gilt darum dem Sponsor und den Organisatoren (und natürlich auch allen die Präsentiert oder sich sonstwie beteiligt haben).

Ich kam relativ knapp auf 10 Uhr an die ETH. Ich musste vorher noch fertig wählen, ganz schön müssam die leere Liste auszufühlen. Das ganze startete überaschend Pünklich mit der Einführung von Peter. Der die schweizerische Pünktlichkeit wollte er dann auch an der ganzen Konferenz fortfahren, was auch mehr oder weniger gelang. In einer kurzen Vorstellungsrunde in dem sich jeder mit Name und drei "Tags" vorstellte sank die schwelle zum mitmachen schon ein wenig, ansonsten fand ich das aber nicht so nötig. Jeder der präsentieren wollte konnte dann schnell seine Session vorstellen und wurde je nach Zustimmung aus dem Publikum in einen kleinen oder grösseren Raum eingewiesen. Leider waren gewisse Zeitslots ein wenig zu leer und andere zu voll, umsortiert wurde nicht mehr. So musste ich mich in der letzten Session für Stefan Bucher "Das Quartettkartenspiel - Wie ich Corporate Blogs präsentierte am Web 2.0-Forum 2007" und gegen Sarah Genner's "Politik 2.0" Talk entscheiden.

Die erste Session für mich war dann Dannie Jost mit The Swiss Myth. Ich wusste nicht genau was mich da erwartete. Die philosophische Diskussion mit dem Publikum über Wahrheit, Mythen und deren Herkunft waren dann ziemlich interessant und von allen Seiten kamen guten Inputs. Das ganze war aber für so früh am Morgen recht anspruchsvoll und für mich auch ein bischen zu wenig strukturiert. Interessant fand ich die Erkentnis das man als Schreiber auch immer eine Wahrheit erzeugt. Der dauernde Sprachenwechsel zwischen Deutsch und Englisch fand ich ziemlich Lustig. Und ich glaube ich beginne mitten im Satz die Sprache zu wechseln (Hilfe!).

Die nächste Session von Leila Summa & Stefan Bucher mit "½ Jahr intern bloggen bei cablecom: eine Zwischenbilanz." war dann wohl das Highlight der Konferenz. Cablecom hat seit einem halben Jahr eine neue interne Webapplikation, ein Bliki, mit der Mitarbeiter Informationen austauschen können. Das Projekt soll das Web 2.0 ins Intranet bringen und die Firmenbindung der Mitarbeiter erhöhen. Der schnelle Wandel der Cablecom vom Kabelnetzbetreiber zum Telco-Unternehmen stellt eine grosse Herausforderung für das Unternehmen. Jeder Mitarbeiter hat eine eigene Startseite die er personalisieren kann (mit coolen Drag and Drop Features und den nächsten Geburtstagen). Es gibt Blogs mit Kommentarfunktionen für verschiedene Zwecke (Projekte, Unternehmens-Kommunikation, HR, etc.) die mit Zugriffschutz versehen werden können. Von den 1600 Cablecommitarbeitern bloggte nahezu ein viertel bereits und mehr als ein viertel schrieb ein Kommentar. Cablecom legt wert darauf das die Blogs nur zur Unternehmenskommunitaktion genützt werden und nicht als Tagebücher. Das Intranet-Projektteam nutzt das System auch für sich selber ("Eat your own Dog Food"). Zum System gab es keine Schulung, ganz a-la web 2.0 ist alles so einfach zu bedienen das es auch ohne geht. Leila findet "Vertrauen schafft Vertrauen", das System wird erstaunlich wenig "missbraucht". Das Feedback im Unternehmen hat sich auch in der Offlinewelt verbessert.

Christoph Lüscher brachte in "Blogs und institutionelle Medien auf Augenhöhe: erste Erfahrungen mit FACTS 2.0" einge pointierte Punkte zu Blogs und Mainstream-Medien. Facts 2.0 ist ein Platform die Medien agregiert, gruppiert und einstufft. Er behauptet das Blogger in der Schweiz eine immer noch sehr kleine selbstbezogene Gruppe ist, fast wie ein "paar Ganoven an der Strassenecke". Er ist von der Qualität der Blogartikel überrascht und ist von ihrer Notwendigkeit als Gegenpol zu den "abgeschliffenen Zeitungen" ohne Profil überzeugt.

Über den Mittag habe ich mit Habi und Stefan Bucher unter anderem über Möglichkeiten von Corperate Blogging gesprochen.

"10 Tipps für bessere Weblog-Texte: Readability Optimization" von Jürg Vollmer war eine ausserordentlich gute vorgetragene Präsentation zu guten Texten in Blogs. Ausgelassen wurde da aber das es auch Blogs gibt die keinen so hohen Qualitätsanspruch haben. Ich habe keine grossen Notizen gemacht da man das ganze am besten gleich auf seinem Weblog nachliest.

Der Abschluss machte dann Stefan Bucher mit "Das Quartettkartenspiel - Wie ich Corporate Blogs präsentierte am Web 2.0-Forum 2007". Der Vortrag schloss dann mit einer interessanten Diskusion über Corperate Blogs und Comunitcations. Interessant fand ich Stefans Aufteilung der Kunden Gruppen. Da kam zum Beispiel der "Hacker" vor der das Produkt selbst verändert und anpasst. Eine solche Kundengruppe kann auch für die eigene Produktentwicklung spannend sein, ein für mich neues Argument um Produkte zu "öffnen". Ebefalls interessant fand ich das Stefan sich nicht nur auf Blogs bezog sonderen auch auf Wikis. Es gibt kaum grosse Unternehmen die öffentliche Wiki-Space mit ihren Kunden unterhalten. Gerade für Gross-Detailisten wäre so was vieleicht interessant. Ich stelle mir ein Migros-Wiki vor bei dem Kunden ihre Rezepte zu Aktionen austauschen können und Tipps zu technischen Produkten austauschen können. Corperate-Blogs selbst sind inzwischen kaum noch ein technisches Problem, das ganze ist wohl eher eine politische Angst die die Unternehmen vor der Reaktion ihrer eigenen Kunden haben.

Am Abend hatte ich dann noch die Gelegenheit mit Toni, Cedric, Corsin und Markus über Firmenwachstum, Google, Technolgietrends, coole Schweizer-Tech-Firmen und vieles anderes zu sprechen.

Die Konferenz hat meine Erwartung bei weitem übertroffen und ich hoffe das nächste Mal am 29. August 2008 auch wieder dabei sein zu können. Cool wäre wenn wir dann wieder Lanyards statt die unbequemen Startnummer hätten.
Ähnliche Beiträge:
BlogCampZurich
BarCampZürich revisited
Bar Camp Zürich
Comments (2)  Permalink
1-5/5