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Wahlen 2.0 - Macht Smartvote Sinn?

Dieses Jahr kam meine Wahl-Liste wie vielen meiner Kollegen direkt aus Smartvote abgeschrieben. Smartvote ist ein tolles Werkzeug, man beantwortet einige Fragen zur eigenen politischen Position und erhält eine Liste von Kandidaten mit der grössten politischen Übereinstimmung. Irgendwie einiges demokratischer als einfach eine Liste zu wählen, Wählen 2.0 hald.

Nach dem ich nun die Personen die meine politische Einstellung möglichst genau teilen gewählt habe, bin ich aber nicht sicher ob das Sinn macht. Was nützt es mir Kandidaten von Jungen-Parteien zu wählen? Viele Personen auf meiner Smartvoteliste haben zwar (aus meiner Sicht) eine tolle politische Einstellung, ihre Chance gewählt zu werden tendieren aber zu Null. Nützt das also was? Oder würde ich besser Persönlichkeiten von Mainstream-Parteien wählen, die zwar meine Einstellung nicht so genau Teilen, aber dafür eher gewählt werden? Oder sollte ich doch besser gleich wieder mit einer fertigen Liste wählen? Was meint ihr? Wie soll ich in 4 Jahren wählen um meiner Stimme möglichst viel Gewicht in Bern zu verschaffen?
Comments (3)  Permalink

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Andreas (schweizweit.net) @ 21.10.2007 16:47 CEST
Hier im Kanton Graubünden sind die meisten Jungparteien mit den "grossen" Parteien sogenannte Listenverbindungen eingegangen. Sprich: SVP mit JSVP, FDP mit Jungfreisinnigen etc.

So macht es bestimmt Sinn, für die Jungparteien zu stimmen. Aber auch sonst bin ich der Meinung, dass man generell jene Leute wählen soll, welche eine ähnliche politische Meinung haben, ohne Berücksichtigung derer Wahlchancen.

Ein extremes Beispiel: Stell dir vor, 95% aller Leute würden Jungpolitiker wählen wollen, tun dies jedoch nicht, weil sie denken, dass diese keine Chancen hätten. Also wählen sie die Altpolitiker...
Thomas Zuberbuehler @ 21.10.2007 20:34 CEST
Leo, genau das habe ich mich auch schon gefragt.

Wenn jeder Stimmbürger und jede Stimmbürgerin Smartvote verwenden würde, dann wären heute auch wirklich die Politiker in Bern die das Volk vertreten.

Eine Partei ist ein Sammelsurium von Politikern mit ähnlichen Interessen, aber erheblich nützlicher wäre es, wenn die Politiker (egal welcher Partei, naja nicht ganz jeder ;-)) in Bern sitzen würden, die die Interessen der WählerInnen am meisten vertreten.

Ich persönlich habe mir Smartvote als Hilfe genommen, sechs Parteien, auch zwei Jungparteien, waren auf meiner panaschierten Liste vertreten. Smartvote hat mir dabei vorallem geholfen, meine politische Position besser einzuschätzen, und half mir bei der Wahl der Parteien.

Meine Empfehlung: Nimm eine fertige Liste der Partei die am Besten zu Dir passt, ersetze die untere Hälfte der Personen mit Politikern deiner Wahl, evtl. mit Hilfe von Smartvote, und kumuliere die PolitikerInnen die Dir besonders sympathisch sind.
Dannie Jost @ 21.10.2007 23:52 CEST
Das überlege ich mir auch jedes mal!

Aber voilà le mal oder die Lösung: "Stell dir vor, 95% aller Leute würden Jungpolitiker wählen wollen, tun dies jedoch nicht, weil sie denken, dass diese keine Chancen hätten. Also wählen sie die Altpolitiker..."

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