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Sechshundert Tage

600 Tage sind seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. Ich möchte hier nicht gross darüber diskutieren warum das ich mein Blog so sträflich vernachlässigt habe (in erster Linie wohl weil es wesentlich weniger Zeit braucht 140 Zeichen zu tippen denn was sinnvolles zu schreiben und die Ressource "Zeit" auch nicht weniger knapp geworden ist.) Vielmehr möchte ich dem wehrten Leser (den es nach meinem Statistiktool immer noch zu geben scheint) was seit meinem letzten Jahresrückblick im 2008 so mit mir passiert ist.

Vorhang auf für 2 Jahr aus meinem Leben im Schnelldurchgang:

  • Wie bereits im 2008 erwähnt habe ich mich dem Conveniat Projektteam als "HR-Manager" angeschlossen. In einem Kurzsprint habe ich dann versucht bis im Sommer die Ressourcen Anforderungen zu erfassen und genügend Freiwillige aufzutreiben. Im Sommer war ich dann zirka einen Monat lang im Camp im schweizerischen Jura und habe versucht die 300 Freiwilligen so gut wie irgendwie möglich zu betreuen und einzusetzen. Nach einem Monat war ich dann wie man das so schön sagt ausgebrannt, aber auch glücklich dass wir ein erfolgreiches Camp für ca. 3000 Personen auf die Beine gestellt hatten und (wie sich später herausstellte) auch das Budget eingehalten hatten.
  • Einen Monat nicht am Arbeiten? Geht das? Naja, das hat mit der anderen grossen Geschichte zu tun. Bereits Ende 2008 hat sich herausgestellt das tilllate technologisch zwar langsam auf den Stand kam der mir vorschwebte. Leider war auch absehbar das die Businessseite nicht so erfolgreich war wie erhofft. Als das Team dramatisch schrumpfte war weniger meine Sorge dass auch mein Stuhl langsam zu wackeln anfing als vielmehr das sich die Skalierungsprobleme verflüchtigten und sich somit meine Hauptarbeit in Rauch (oder sollte ich eher Facebook sagen) auflöste. Somit war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung! Die grösste Herausforderung die ich finden konnte war ein Masterstudium an der ETH.
  • Das beinhaltete dann die Kündigung bei tillate was definitiv ein schwerer Schritt war. Im letzten halben Jahr bis ich für diesen Monat als "HR-Manager im Zelt" in den Jura fuhr arbeitete ich dann bei tilllate in einer Rolle die wohl mehr dem klassischen Webentwickler entspricht. Nun konnte ich mich nicht mehr hintern Layer von grandiosen Datenbank und Caching Architekturen verstecken ;). Die Herausforderung blieb nicht gänzlich aus, das Einführen von Scrum und das saubere Umsetzen des nächsten Redesign (dieses Mal mit einem wirklich guten Inhouse-Grafiker) war ein interessanter Abschluss meiner Arbeit bei tillate.
  • Den letzten freien Monat vor meinem Start an der ETH habe ich leider nicht nur in der Badi verbracht. Die ETH wollte plötzlich noch einen Nachweiss meiner Englischkenntnisse und eine Bestätigung dass ich denn Master an meiner Fachhochschule antreten könnte. Somit war dieser Monat mit büffeln für den Töfel (mein australisches Sprachdiplom war der ETH leider nicht gut genug) und dem durchbrechen des Burokraten-Firewall der HSR reserviert. Die Aufnahmeprüfung an der HSR war aber, als ich mich mal an den Sekretärinnen vorbeischleichen konnte, einfach und herzlich. War toll wieder einmal meine alten Profs zu sehen und sie von meiner Fähigkeiten zu überzeugen.
  • Gestartet habe ich dann an der ETH trotzdem nur mit einer provisorischen Immatrikulation. Nach einem Monat hatte ich dann den Töfel und meine definitive Einschreibung zusammen. Mit 50 ECTS Punkten Ballast (die sogenannten Auflagen, mit denen die Fachhochschüler sich von der Qualität des ETH Bachelors überzeugen lassen dürfen) und den 90 regulären ECTS Masterpunkte startet ich dann voller Hoffnung ins erste Semester an der ETH. 14 Wochen später war mein Kopf mit einer Menge Formlen und Formalismen gefühlt. Nach den Prüfungen stellte sich dann heraus das das erste Semester ... ein gewaltiger Flop war. Mit nur 8 Punkten bin ich ganz klar am hochgesteckten Ziel vorbei geschrammt.
  • Im Frühlingsemester habe ich mich dann nochmal voll auf die ETH konzentriert. Nebenbei habe ich nur noch einige wenige Lehrabschlussprüfungen abgenommen. Und siehe da, die anfänglichen Schwierigkeiten lösten sich langsam auf und nach meinem ersten Jahr an der ETH habe ich es dann doch auf stolze 50 Punkte gebracht. Ausserdem habe ich in meinem ersten Jahr an der ETH eine Menge tolle Leute kennengelernt, sehr engagiert und sehr intelligent.
  • Nun habe ich bereits mein drittes Semester an der ETH verbracht und endlich "Theoretische Informatik" bestanden. Den ersten Kontakt mit Eiffel habe ich nun auch hinter mir. Die Semester sind inzwischen einiges interessanter da die meisten Auflagen durch sind und ich den Formalismus und den Drill der Bachelor Vorlesungen langsam hinter mir lassen kann. Die Prüfungen für dieses Semester stehen zum grössten Teil noch bevor und wir werden mal sehen wie das so geht.

So, die kurze Version des Ganzen: Mich gibt’s noch (und ich bin immer noch fürchterlich viel beschäftigt)! Nebst der ETH kitzelt mich natürlich hin und wieder auch meine Bastler-Seele und ich hoffe hin und wieder mal ein kleines Müsterchen von Dingen die ich so programmiere niederzuschreiben.

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2009 Forecast

Well, I do not tend to write technological forecasts. There are people out there how are much better at this and even they are often wrong. But this year I will give it a try. Some idea about next year's trends in the web:

Crisis

The credit crunch will get worse next year. It will also affect the web world. A lot of startups will close the doors because they will not find any money. For others this will also be a good posibility, in a time where you even can't trust the banks, investors will search for startups with serious business plans.

For the big ones in the web the time will be pretty hard. There shareholder will ask question about how they will get their money back. Facebook has to find a way to make more money. I think it might be likely to see in 2009 more ads on facebook or "pro-accounts" for which users have to pay, possibly also both.

Google has possibly to stop some projects that do not generate enough money. Or create also a way to pay for these services. This might affect Google Chrome, Google Analytics and others. Likely Google Chrome will not reach more then 1-2 Percent Market share, Google will stop this project and support Firefox instead.

As there is still no usable micropayment (well paypal is still not there and will probably never be) out there I expect Google or Facebook (or a new startup) to come up with one. Possibly they buy a bank for this (UBS anyone?! Ok, this is not serious.)

Cloud

Well there was already a lot of buzz around Cloud Computing in 2008. But I think this will take off in 2009. Googles App Engine will support fast development off small apps. I think Facebook will introduce something similar for scripting apps for facebook. Most likely this will be in PHP (or JavaScript). Amazons AWS will be the platform for a lot of startups.

But with the accepance of Cloud Computing a lot of classical providers (the big German ones) will introduce new price models and also some kind of cloud computing. I think it will be very likely that also some cloud computing open source solution on the base of xen and the LAM* stack. Some comercial solutions will probably follow. This might include Sun with glasfish, mysql and solaris, Microsoft with the dotNet platform and probably others.

Big companies will provide users (open source projects and big customers) some cloud systems to test their software. Microsoft does this already for some open source project. But also commercial Projects (that write clientsoftware) might profit for this. Probably also Red Hat, SuSE/Novell or Sun will follow this example.

Not out (, yet)

I think 2009 will be a year of vaporware. We will not see PHP 6, Perl 6, MySQL 6 or Duke Nukem Forever. The first 3 of this will fight with a bigger community and it will be hard to find desisions. I'm in doubt if MySQL six will ever be here; Forks of it (like perconas version and drizle) are very likely to overtake the lead and will stop sun to work on MySQL longer then Version 5.

Hard Times

2009 will be a hard year for the whole web. But as long as you think you cannot be replaced trough the 3 bellow your job might be still secure. So I wish a very good 2009 to all of you.

job security by merlin mann

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Bye, bye 2008

Schon wieder vorbei?! Das Jahr 2008 ist wie im Flug vergangen.

Die wirklich grossen Ereignisse sind dieses Jahr ausgeblieben. Da ich aber wieder Cevi gemacht habe blieb dieses Jahr fürs Bloggen (und auch das Bloglesen) ziemlich wenig Zeit. Meine zwei neuen Teams im Cevi sind grandios und machen den Aufwand fast vergessen. Zudem habe ich im 2008 das erste Mal Lehrabschlussprüfungen abgenommen, was ebenfalls ziemlich gut gegangen ist.

Das Umbauen und das Einziehen in die eigene Wohnung hat leider viel mehr Zeit gekostet als zuerst angenommen. Inzwischen habe ich mich jedoch gut eingelebt und bin (auch zu meinem eigenen Erstaunen) noch nicht im Chaos versunken ;-)

Viel gearbeitet habe ich natürlich auch sonst. Tilllate macht ganz schön Fortschritte: Anfangs Jahr haben wir Trevi abgeschlossen in dem wir einen grossen Teil der Applikation neugeschrieben haben, danach haben wir nach 8 Jahren tilllate in ein neues Kleid gesteckt und zum Jahresschluss haben wir im Projekt Jonny dann endlich ein skalierbares Filesystem eingeführt. Tilllate hat wohl in den letzten zwei Jahren gewaltige Fortschritte in Sachen Performance, Skalierbarkeit und Qualität gemacht, die wir im 2009 hoffentlich Fortsetzen können.

Ausserdem hat es im 2008 auch noch ein paar schöne Reisen gegeben: Zuerst eine Geschäftsreise nach Belgrad (eine wunderschöne Stadt, auch wenn der Reisezeitpunkt nicht so ideal war), dann Skiferien im Westen von Kanada und zum Abschluss noch eine Woche in Prag.

Im 2009 werde ich nur noch 80% für Tilllate arbeiten. Meine andere 20 Prozent werde ich Pro Bono als Beauftragter Helferkordination für das grosse Cevi Fest Conveniat arbeiten.

Meine Vorsätze für's 2008 habe ich grösstenteils erfühlt. Die Vorsätze für's 2009 sind diesmal ziemlich einfach:

  • Mindestens einmal Blutspenden, etwas das ich 2008 wieder einmal nicht geschafft habe.
  • Mein möglichstes dazu beizutragen dass das Conveniat für alle ein unvergessliches Fest wird.

In diesem Sinn euch allen einen guten Rutsch ins 2009.

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