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blogcampswitzerland2.0

War heute am BlogCampSwitzerland 2.0. Allzuviel hatte ich mir davon nicht erhofft. Ich finde das Blogs nicht unbedingt eigene Konferenzen verdient haben und ging vorallem um Bekannte zu treffen. Die Konferenz hat mich dann positiv überrascht. Die Vorträge waren ausserordentlich professionell und über gute Themen. Ausserdem war das ganze sehr gut (un-)organsiert und der gesponserte Z'Mittag direkt an der Konferenz war ausserordentlich praktisch um auch die Mittagszeit für gute Gesprächen zu nutzen. Herzlichen dank gilt darum dem Sponsor und den Organisatoren (und natürlich auch allen die Präsentiert oder sich sonstwie beteiligt haben).

Ich kam relativ knapp auf 10 Uhr an die ETH. Ich musste vorher noch fertig wählen, ganz schön müssam die leere Liste auszufühlen. Das ganze startete überaschend Pünklich mit der Einführung von Peter. Der die schweizerische Pünktlichkeit wollte er dann auch an der ganzen Konferenz fortfahren, was auch mehr oder weniger gelang. In einer kurzen Vorstellungsrunde in dem sich jeder mit Name und drei "Tags" vorstellte sank die schwelle zum mitmachen schon ein wenig, ansonsten fand ich das aber nicht so nötig. Jeder der präsentieren wollte konnte dann schnell seine Session vorstellen und wurde je nach Zustimmung aus dem Publikum in einen kleinen oder grösseren Raum eingewiesen. Leider waren gewisse Zeitslots ein wenig zu leer und andere zu voll, umsortiert wurde nicht mehr. So musste ich mich in der letzten Session für Stefan Bucher "Das Quartettkartenspiel - Wie ich Corporate Blogs präsentierte am Web 2.0-Forum 2007" und gegen Sarah Genner's "Politik 2.0" Talk entscheiden.

Die erste Session für mich war dann Dannie Jost mit The Swiss Myth. Ich wusste nicht genau was mich da erwartete. Die philosophische Diskussion mit dem Publikum über Wahrheit, Mythen und deren Herkunft waren dann ziemlich interessant und von allen Seiten kamen guten Inputs. Das ganze war aber für so früh am Morgen recht anspruchsvoll und für mich auch ein bischen zu wenig strukturiert. Interessant fand ich die Erkentnis das man als Schreiber auch immer eine Wahrheit erzeugt. Der dauernde Sprachenwechsel zwischen Deutsch und Englisch fand ich ziemlich Lustig. Und ich glaube ich beginne mitten im Satz die Sprache zu wechseln (Hilfe!).

Die nächste Session von Leila Summa & Stefan Bucher mit "½ Jahr intern bloggen bei cablecom: eine Zwischenbilanz." war dann wohl das Highlight der Konferenz. Cablecom hat seit einem halben Jahr eine neue interne Webapplikation, ein Bliki, mit der Mitarbeiter Informationen austauschen können. Das Projekt soll das Web 2.0 ins Intranet bringen und die Firmenbindung der Mitarbeiter erhöhen. Der schnelle Wandel der Cablecom vom Kabelnetzbetreiber zum Telco-Unternehmen stellt eine grosse Herausforderung für das Unternehmen. Jeder Mitarbeiter hat eine eigene Startseite die er personalisieren kann (mit coolen Drag and Drop Features und den nächsten Geburtstagen). Es gibt Blogs mit Kommentarfunktionen für verschiedene Zwecke (Projekte, Unternehmens-Kommunikation, HR, etc.) die mit Zugriffschutz versehen werden können. Von den 1600 Cablecommitarbeitern bloggte nahezu ein viertel bereits und mehr als ein viertel schrieb ein Kommentar. Cablecom legt wert darauf das die Blogs nur zur Unternehmenskommunitaktion genützt werden und nicht als Tagebücher. Das Intranet-Projektteam nutzt das System auch für sich selber ("Eat your own Dog Food"). Zum System gab es keine Schulung, ganz a-la web 2.0 ist alles so einfach zu bedienen das es auch ohne geht. Leila findet "Vertrauen schafft Vertrauen", das System wird erstaunlich wenig "missbraucht". Das Feedback im Unternehmen hat sich auch in der Offlinewelt verbessert.

Christoph Lüscher brachte in "Blogs und institutionelle Medien auf Augenhöhe: erste Erfahrungen mit FACTS 2.0" einge pointierte Punkte zu Blogs und Mainstream-Medien. Facts 2.0 ist ein Platform die Medien agregiert, gruppiert und einstufft. Er behauptet das Blogger in der Schweiz eine immer noch sehr kleine selbstbezogene Gruppe ist, fast wie ein "paar Ganoven an der Strassenecke". Er ist von der Qualität der Blogartikel überrascht und ist von ihrer Notwendigkeit als Gegenpol zu den "abgeschliffenen Zeitungen" ohne Profil überzeugt.

Über den Mittag habe ich mit Habi und Stefan Bucher unter anderem über Möglichkeiten von Corperate Blogging gesprochen.

"10 Tipps für bessere Weblog-Texte: Readability Optimization" von Jürg Vollmer war eine ausserordentlich gute vorgetragene Präsentation zu guten Texten in Blogs. Ausgelassen wurde da aber das es auch Blogs gibt die keinen so hohen Qualitätsanspruch haben. Ich habe keine grossen Notizen gemacht da man das ganze am besten gleich auf seinem Weblog nachliest.

Der Abschluss machte dann Stefan Bucher mit "Das Quartettkartenspiel - Wie ich Corporate Blogs präsentierte am Web 2.0-Forum 2007". Der Vortrag schloss dann mit einer interessanten Diskusion über Corperate Blogs und Comunitcations. Interessant fand ich Stefans Aufteilung der Kunden Gruppen. Da kam zum Beispiel der "Hacker" vor der das Produkt selbst verändert und anpasst. Eine solche Kundengruppe kann auch für die eigene Produktentwicklung spannend sein, ein für mich neues Argument um Produkte zu "öffnen". Ebefalls interessant fand ich das Stefan sich nicht nur auf Blogs bezog sonderen auch auf Wikis. Es gibt kaum grosse Unternehmen die öffentliche Wiki-Space mit ihren Kunden unterhalten. Gerade für Gross-Detailisten wäre so was vieleicht interessant. Ich stelle mir ein Migros-Wiki vor bei dem Kunden ihre Rezepte zu Aktionen austauschen können und Tipps zu technischen Produkten austauschen können. Corperate-Blogs selbst sind inzwischen kaum noch ein technisches Problem, das ganze ist wohl eher eine politische Angst die die Unternehmen vor der Reaktion ihrer eigenen Kunden haben.

Am Abend hatte ich dann noch die Gelegenheit mit Toni, Cedric, Corsin und Markus über Firmenwachstum, Google, Technolgietrends, coole Schweizer-Tech-Firmen und vieles anderes zu sprechen.

Die Konferenz hat meine Erwartung bei weitem übertroffen und ich hoffe das nächste Mal am 29. August 2008 auch wieder dabei sein zu können. Cool wäre wenn wir dann wieder Lanyards statt die unbequemen Startnummer hätten.
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Am 24. März findet die BlogCampZurich-(Un)Konverenz statt. Der "Nachfolger" der BarCampZurich die ich in sehr guter Erinnerung habe.

Ich finde Blogs ja interessant, aber ob man darüber wirklich eine Konferenz machen muss! Also ich weiss nicht. Wer sich für Blogs (und wie man damit Geld machen kann) interessiert und zu diesem Zeitpunkt in der Nähe weilt ist der Event aber auf jedemfall zu empfehlen.
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BarCampZürich revisited

Nun ist auch der Tag an der BarCamp vorbei. Kurz gefasst: Es wahr interessant, anspruchsvoll und weit weniger chaotisch als ich angenommen hatte.

Aber nun mal die ganze Storry. Ich war am Morgen dort und niemand wusste was genaues, auch die mit den weissen Bändeln (Helfer/Organisatoren) hatten keine Ahnung und da wusste ich, dass das gut kommt (nein im ernst, es muss ja nicht immer ein schicki-micki-Empfangsdesk sein an dem man noch jenes Zeugs bekommt das man gar nicht braucht). Jeder bekam ein Blanko-Namensschild auf das er seinen Namen gleich selber schreiben konnte, einen roten Bändel (nicht Helfer/Organisatoren) und ein A4-Blatt mit den wichtigsten Infos. Meinen Namen auf den Helfer/Organisatoren-Liste zu lesen war ein wenig komisch, weil ich im Vergleich zu den Organisatoren wohl nicht wirklich was geleistet habe.

Corsin und Gabor hielten dann die "Intro Session" (im überigen ziemlich gut Vorgetragen und kurz auf den Punkt gebracht), danach war schon einiges klarer. Ich hatte dann meinen einzigen, kleinen aktiven Einsatz. Zusammen mit einigen Anderen habe ich den Apero vorbereitet und mit meinem Sackmesser (zu kurz) und später mit einem Brotmesser (zu stumpf) Brot geschnitten. Auch das war ziemlich unorganisiert, die meisten schienen das aber nicht mal bemerkt zu haben. Der Apero war dank den Sponsoren local.ch und Google sehr reichhaltig. Während des Aperos würde der Timetable bestummen, ich war da leider nicht dabei und habe nicht gesehen wie gut das das ging. Nun waren auch fast alle da, natürlich viele der üblichen Verdächtigen und einige andere.

Der Start machte dann bei mir Sascha Corti von Microsoft mit dem Talk über "AJAX.NET". Sascha ist "Developer Evangelist" bei Microsoft (cooler Titel, will ich auch mal, wenn auch vieleicht bei einer anderen Firma). Das Publikum konnte nicht gerade als Microsoft freundlich eingestuft werden und Murphys-Law bestrafte ihn noch für den Mut seiner Live-Demos. Urban schrie bereits nach 5 Minuten "Bingo!", geklappt hat die erste Demo nicht und Vista hat dann noch seine PowerPoint zum straucheln gebracht. Das ganze war für ASP-Nicht-Kenner ganz schön schnell und buzzword-reich. Microsoft hat wieder mal eine neue Framworkstack hingehauen. Schon relativ bekannt dürfte die Microsoft AJAX Library ATLAS sein. Diverses anderes kommt da noch dazu, gewisse Dinge wie zum Beispiel 3d-Funktionalität brauchen aber speziellen Clientlibrarys die selbst der "Evangelist" als "ziemlich grusselige Browsererweiterungen" bezeichnete. Mit dem VisualStudio kann man aber selbst auf WDSL Webservices per JavaScript zugreifen und das ganze kann man dann auch ziemlich nett zusamenklicken.

Danach folgte Harry mit dem recycelten "AJAX@localhost"-Talk und zeigte wesentlich weniger Mut, all seine Demos kamen aufgezeichnet aus der digitalen Konserve. Die Slides kannte ich schon, denn Talk wollte ich aber trotzdem unbedingt Hören. Er näherte sich AJAX mal von einer kritischen Seite. AJAX ist nicht nur was tolles, sonder auch eine Quelle für unendlich viele Probleme. Vorallem die Probleme die mit "echten" Netzwerken entstehen gehen dabei häufig verloren.

Ohne Pause folgte dann Cedric mit Microformats. Endlich weiss ich was das genau ist. Der Talk war einfach und mit einigen netten Beispielen gespickt. Besonders interessant fand ich das Beispiel der Seite die Microformat-Kleinanzeigen im Internet sammelt und für andere Benutzer zentral bereitstellt. Für Microformats gibt es eine Menge Plugins und im kommenden Firefox sollen Microformats auch nativ unterstütz werden.

Nach einem sehr günstigen Lunch in der ETH-Mensa (günstiger als das Bier am Abend), stand Silvio Strübli mit "Brand Communites & Marketing" auf dem Programm. Sehr interessant was er zu neuen Marketingformen erzählt hat, das ganze war aber unglaublich schnell und für mich als Techi nicht immer einfach verständlich. Da es heute viele Möglichkeiten gibt Werbung auszublenden, soll Werbung vermehrt als Service (z.B. die Mietautowerbung auf dem Flughafen WLAN) oder Unterhaltung (z.B Games) angeboten werden. Wenn die Firma positiv von der Community aufgenommen werden soll empfiehlt Silvio die Firma als Freund darzustellen, also persönlich und freundlich.

Gabor erläuterte unter dem eher bescheidenen Titel "Organizing Email" seine Diplomarbeit zu diesem Thema. Er zeigte aktuelle Forschungen zum Organisieren von Emails und interagierte dabei ziemlich gekonnt mit dem Publikum. Sein Ansatz Emails automatisch zu Clustern hat er auch mit der seiner Applikation Buzztrack aufgezeigt. Inhaltlich und vorallem auch präsentationtechnisch definitiv eines der Highlights der Barcamp.

Adrian Heydecker
erklährte seine Arbeit "Wissenserwerb und lernen mit Hypertext und Websuchmaschinen" vor einem ziemlich kleinen Publikum. Interessant fand ich dabei das Webexperten beim suchen heuristisch vorgehen und dabei wenig kognitiven Aufwand betreiben und so zum Vergleich zum Laien besser ans Ziel kommen. Auserdem bezweifelt er das Selbstlernen funktioniert, da Laien das Netz häufig viel zu wenig verstehen. Laut einer Studie glauben immer noch viele Nutzer das das Internet quasi in einem Kasten ist und von dort kommt. Während andere Talks sehr überladen war und vom Hörer viel abverlangten war dieser Relativ kurz und ging weniger in die Tiefe, hier hätte es ausnahmsweise sogar ein wenig mehr sein dürfen.

Der Abschluss machte dan Nicolas Berg der über seine Key Learnigs from Start-Ups" berichtete. Präsentiert war das ganze (vermutlich auch wegen der englischen Sprache) ein wenig holperig, der Inhalt war aber sehr interessant. Wichtig fand ich das es sich nur bei wirklichen Revolutionen lohnt eine eigene Firma aufzumache und Verbesserungen sollte man besser an Firmen verkaufen. Auch sagte er das man manchmal nicht sofort starten sollte, sondern warten soll bis die Zeit reif ist. Er hat Beispielsweise mit Börsalino, seiner erfolgreichsten Firma, gewartet bis Bandbreitanschlüsse verfügbar waren. Geschäftsideen sollte man mit Frauen (haben den besseren Riecher), Unternehmeren und Investoren bespreche. Wenn man Angst hat das einem ein anderer die Idee klauen kann ist sie vermutliche einfach zu wenig gut. Für seine Firma sollte man sich ein Worldclass-Team rekrutieren und den Teammitgliedern ein wenig freiraum lassen (nicht die Firma zum neuen zuhause machen). Er meinte auch "Hire slow, fire fast" und wenn man nicht Management studiert hat man nur das Buch "Der Einminuten-Manager" lesen soll.

Aus meiner Sicht ist die BarCamp sehr gut gelungen, vielen Dank deshalb nochmals an Corsin und Gabor die das ganze erst möglich gemacht haben.

Vorschläge fürs nächste Mal:
-Brotmesser (genug lange und genug scharf) ;-)
-Mehr Diskussionen
-Vorträge weniger überladen, mehr Interaktion mit dem Publikum
-Mehr Pausen (die Pausendiskussionen waren wohl für viele das Wertvollste der Veranstaltung)
-Mich besser an den Nerddresscode halten.
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Bar Camp Zürich

Aufmerksame Besucher meines Blogs, respektive Leser meiner Linkliste, haben es natürlich längst bemerkt, am 28 Oktober findet die erste BarCamp in Zürich statt.

BarCamp ist eine Unconference. Will heissen die Konferenz organisiert sich mehr oder weniger selbständig online im Wiki. Jeder kann kommen und mitmachen. Das ganze hebt sich so vom üblichen Managment-Gebrable an "normalen" Konferenzen wohltuend ab. Das Publikum ist breiter aber nicht minder interessant (auf der Teilnehmerliste finden sich bereits jetzt viele interessante Personen). Die Referat-Themen sind sehr vielfältig und über ein breites Spektrum verteilt.

Ich persönlich habe leider bereits wieder einen vollen Terminkalender für diese Zeit und kann deshalb nur am Morgen teilnehmen. Ich hoffe das sich in der nächsten Zeit noch mehr Personen anmelden und auch mitmachen. Auf der Themenliste fehlen noch Eclipse, Ruby, XGL, Sicherheit (Strongswan) und Simplicity in der Softwareentwicklung (nicht das ich da schon konkreter Personen im Kopf hätte ;-)
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