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Abteilung: Fehler passieren überall

Fehler passieren überall! Heute hat es 20 Minuten erwischt. Beim Fernsehprogramm der heutigen Ausgabe hatte ich ein unerwartetes Deja-Vue. Und siehe da, die 20 Minüteler haben das Fernsehprogramm von gestern wohl so gut gefunden das sie's heute gleich nochmals gedruckt haben.
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Endlich gelesen: The Pragmatic Programmer

"The Pragmatic Programmer" sollte für jeden der mit Software Entwicklung zu tun hat Pflichtstoff werden. Warum ich so lang gehabt habe um dieses Buch zu lesen kann ich mir nur damit erklären das ich denn grössten Teil des Inhalts schon in Vorlesungen und in einem Vortrag von Andy Hunt gehört habe. Die Zusammenfassung des Vortrags, der einen grossen Teil des Buchs abdeckt, findet man in meinem Blog (Teil1, Teil2).

Andy Hunt und Dave Thomas erklären auf nur knapp mehr als 250 Seiten alle wichtigen Paradigmas der modernen Software Entwicklung. Bei so wenig Seiten kann natürlich nicht immer ins Detail gegangen werden, gewisse Themen werden nur angeschnitten und müssen bei Interesse weiter vertieft werden.

Die Tipps wie man ein Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss führen kann sind absolut unverzichtbar. "The Pragmatic Programmer" muss man einfach gelesen haben.

Mein nächstes Buch aus dieser Reihe wird, sobald ich es von Mirko endlich bekomme, "My Job went to Serbia India".
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Ich habe wohl seit Jahren kein Buch mehr in einem "Schnurz" durchgelesen, die vielen Bücher des Studiums stahlen mir ein wenig die Leselust (und natürlich auch die Zeit). Da ich nun den Herrn Wozniak besuche, wollte ich erst noch sein Buch lesen. Die Erwartungen waren gross, ein Probekapitel wurde mal im c't veröffentlicht und das war sehr lustig.

Am Freitagabend kauft ich also nach Arbeitschluss im Orell Füssli die Memoiren von Steve Wozniak "iWoz". Das Buch ist ausserordentlich kurzweilig und hat eine Menge lustige Dinge drin. Woz erklährt wie er verückte Streiche gespielt hat, wie er den Apple gebaut hat, wie er mit dem anderen Steve gestritten und gelebt hat. Stellenweise sind die Sprüche genial, als er zum Beispiel erklährt welche Präsidenten er wählte, fiel auch mir kurzerhand der Kinnladen herunter. Seine "Erfindungen" sind wirklich genial und auch seine Learnings als Apple Mitgründer sind interessant.

Leider ist das Buch aber von (und wohl auch für) Woz. Dieser Mann ist ziemlich überzeugt von sich. Im ersten Kapitel beschreibt er seine Zeit als er als Wunderkind aufwuchs, dabei sind ihm seine Schulerfolge so wichtig das er kein Wort über seine Geschwister verliert. Auch im Rest des Buches wird immer wieder die Genialität seiner Ideen und Entwürfe dargestellt, die er durchaus mal mit seitenlangen technischen Beschreibungen erklährt. Wie genial er auch immer sein mag, im Buch legt er eine gewisse Arroganz an den Tag. Ausserdem kommen auch immer wieder Wiederholungen vor, die den Lesefluss stören. Dies mag aber an der deutschen Übersetzung liegen. Ich sollte Bücher endlich in der englischen Orginalsprache lesen.

Alles in allem ist das Buch sicherlich eine Empfehlung wert, die Geschichte des Mannes der den heutigen Computer so massgeblich beeinflusst hat sollte man kennen, ausserdem ist sie sehr kurzweilig zu lesen.
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Geht das nur mir so? Diese Woche habe ich beim betrachten der Comics "Beule" und "Fit + Fertig" irgendwie ein déjà vue. Ich habe das gefühl das ich diese Comics schon einmal gesehn habe und zwar vor genau einer Woche in der selben Pendlerzeitung. Täusch ich mich?
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Warum man heute lesen sollte

Heute ist die hundertste Auflage von heute erschienen. Herzliche Gratulation, dem heute-Team. Nach dem heute oft kritisiert wurde, hier einige Gründe heute zu lesen:
  • Heute nimmt sich nicht all zu ernst. Der trashige Parisometer ist herrlich. Sven erklärt wunderbar Internet-Trends und Hypes. Und Nora ist erfrischend frech, sie zeigt kurzerhand einem Rap-Alltmeister „wo dä Bartli dä Most holt“ oder geht schon mal mit einer Delegation Parlamentarier während der Session ein Fussballspiel schauen (heute 28.9.).
  • Heute fördert die schweizer Blogsphere in dem sie stets eine Auswahl von Blogs zitiert.
  • „Bilder von heute“ finde ich Klasse. Manchmal braucht ein Bild eben nicht viel Text.
  • Heute trennt redaktionellen Teil und Werbung wesentlich klarer als die Konkurenz 20-Minuten.
  • Konkurrenz fördert den Wettbewerb, das bringt hoffentlich 20-Minuten dazu ihre Qualität zu verbessern (insbesondere bezogen auf den schon oben erwähnten Punkt).
Natürlich gibt es auch eine Menge gute Gründe heute nicht zu lesen. Aber diese wollen wir an diesem "Runden" mal beiseite lassen.
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NZZ: Phonak kauft Resound zum Schnäppchenpreis

Analysten bewerten den Preis den Phonak für den dänischen Konkurenten Resound bezahlt hat als eher zu hoh. Die NZZ findet das auch und senkt heute den Preis für die Übernahme auf der Kehrseite (NZZkompakt, Seite 12) von 3,3 Milliarden Franken auf den Schnäppchenpreis von 3,3 Millionen Franken. Und ich freue mich teuflisch endlich einen Fehler in der NZZ gefunden zu haben.
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Gelesen: Afghanische Reise

Nach dem ich im Winter "Gute Tage" von Roger Willemsen gelesen habe und absolut begeistert war musste ich nun in diesem Sommer ein zweites Buch von ihm lesen. Meine Wahl fiel auf die "Afghanische Reise" welches ich den Vorzug vor dem politscheren "Hier spricht Guantanamo" gegeben habe. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die "Afghanische Reise" hat mich nicht so fasziniert wie das facentenreichere Buch "Gute Tage". Dennoch bleibt das Buch eine interessante Geschichte aus einem Land welches für uns gar nicht weiter weg sein könnte.

Kurz nach dem Ende von über 25 Jahren Krieg reist Willemsen, zusammen mit einer afghanischen Freundin, in ein Land das aus seinem Kriegstrauma noch nicht erwacht ist. Sie besuchen zusammen Famillien, Dörfer, ehemalige Krieger und natürlich ist Willemsen auch auf der suche nach ehemaligen Guantanamo Häftlingen die ihm Interviews für sein Buch "Hier spricht Guantanamo" geben wollen. Die kleinen Geschichten und Begegnungen sind es dann auch die die Erzählung dieser Reise lesenswert machen. Die Hoffnung in Form von (wieder) fliegenden Winddrachen über Kabul und die unendlich Gastfreundschaft von Leuten die selbst kaum genug zum Leben haben. Das Buch färbt aber keineswegs schön. Auch traurige Momente bleiben im Gedächtnis. Eine missglückte Filmaufführung für Frauen, kriegstraumatisiert Kinder, Männern die nach dem Krieg keine andere Aufgabe finden und junge Männer die unter grausamen Bedingungen für die amerikanische Armee kämpfen um ihre Familie zu ernähren.

Alles in allem eine interessante Geschichte einer Reise durch einen Land zwischen Aufschwung und Untergang. Die kleinen Geschichten dieses Buches brennen sich ins Gedächtnis ein und lassen einem nicht so schnell wieder los, der Weg der das Buch zusammenhalten sollte ist hin und wieder aber brüchig wie eine afghanische Strasse und macht das Buch nicht zu einem so bleibenden Gesamterlebnis.
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Nora ist fucking cool

Man kann von heute halten was man will, aber Nora ist wohl die definitv frechste (Printmedien-)Reporterin die die Schweiz momentan zu bieten hat. Sie disst Rap-Altmeister Coolio locker von der (Interview-)Bühne. Guckst du hier.

[via macerkiste]
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Buch: Computerlogik

Mein ganzes Informatikwissen in einem Buch? Nun ja das ganze Wissen würde vermutlich ein recht dickes (und auch sehr unverständliches) Buch füllen. Daniel Hillis hat mit seinem nicht mal zweihundert Seiten dicken Buch erstaunlich viel Informatikwissen abgedeckt. Das Buch trägt den Titel "Computerlogik: So einfach arbeiten Computer" oder auf englisch werbewirksamer "The Pattern on the Stone: The Simple Ideas That Make Computers Work".

Hillis erklärt im Vorwort seine Begeisterung für intelligente Maschinen. In seinen jugendlichen Roboterbastelversuchen dürfte sich so mancher Techi (so auch ich) wiedererkennen. Im ersten Kapitel "Hacken und Ösen" geht es gleich zur Sache. Er erklährt wie ein Computer auf der untersten Stufe aufgebaut sind. Nicht zwangsläufig mit Nullen und Einsen, sondern mit zwei primitiven Zuständen. Mit seinen verständlich Skizzen zeigt er das dies nicht nur mit Elektronen und Schaltern sondern ebenso gut mit Holzstöcken und Federn gelöst werden kann.

In den weiteren Kapiteln geht Danny Hillis mit sieben Meilenstiefeln durch die Informatikwelt. Von den einfachen Bausteinen hüpft er weiter zu den "Universellen Bausteinen" wo er erklärt warum Computer so unglaublich mächtig sind. Im Kapitel "Programmierung" erklärt er wie dann so ein Computerprogramm macht. Die Frage "Wie universell sind Turing-Maschinen?" ist dann schon recht theoretisch, aber auch hier bleibt Hillis bei den einfachen Erklärungen und seine Überlegungen bleiben verständlich. In "Algorithmen und Heuristiken" habe ich mich dann langsam gefragt warum ich überhaupt studiere, irgendwie sind in diesem Buch auch komplizierte Zusammenhänge plötzlich klar. Das Kapitel "Speicher Informationen und geheime Codes" ist zwar ebenso verständlich, in Sachen "geheime Codes" patzt er aber meiner Meinung nach. Hier vergisst er in einem extrem kurzen Kapitel darauf hinzuweisen, dass es keine "security by obscurity" geben kann. Einen Hinweis der in einem Buch das auch Anfänger lesen, meiner Meinung nach, unverzichtbar ist. Im Kapitel "Immer schneller: Parallelrechner" ist Daniel Hillis wieder voll in seinem Element. Gekonnt erklärt er Amdahls Law und warum das er trotzdem einen Supercomputer gebaut hat. In den letzten beiden Kapiteln geht es dann in Gebiete die noch heute Gegenstand der Forschung sind. Hillis hat aber auch bei neuronalen Netzwerken und genetischen Algorithmen kein Problem einfach zu bleiben und denn Stoff für jedermann und jederfrau verständlich zu erklären.

Die schwächste Stelle des Buches ist wohl als Danny Hillis die objektorientierte Programmierung kritisiert. Er schreibt "Beim Schreiben eines neuen objektorienterten Programms hat man manchmal das Gefühl, als ob man eine Horde Tiere in ein Käfig steckte und dann zu sähe, was geschieht." Deshalb behauptet er auch das man damit keine sicherheitsrelevanten Programme erstellen sollte die zum Beispiel ein Flugzeug starten. Deshalb behauptet er, dass er nie in ein Flugzeug das mit OO programmiert wurde einzusteigen wolle. Grotesk ist das ganze vor allem deshalb weil er keinerlei Bedenken hätte in ein Flugzeug einzusteigen das von einem durch simulierte Evolution erzeugten Autopiloten gesteuert würde.

Dieses Buch sollte meiner Meinung nach für alle Computerinteressierte zur Pflichtlektüre gehören, denn so einfach und klar hat bis jetzt noch nie jemand über Computer geschrieben.
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NZZ statt Tagi

Mein Risikokapitalgeber hat beschlossen unseren Haushalt einem wissenschaftlichen Feldversuch zu unterziehen. Unser Haushalt erhält per sofort die dickere, wirtschaftsorientiertere, snobistische und bürgerlichere NZZ anstelle des Tages-Anzeigers.

Ich kann mich mit dem Entscheid noch nicht recht anfreunden. Die NZZ bietet zwar mit fundierten Hintergrundberichten (heute etwa  zu Tschernobyl) und dem Folie einigen tollen Stoff. Die Kürze, Würze und Eva des Tagesanzeigers fehlen mir aber bereits jetzt.
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