Fernsehen (Woche 6)
Am Wochenende habe ich dann erstmals meine Hausaufgaben nachgeholt und natürlich noch mehr geglotzt. In der Bibliothek habe ich "Long Way Round" ausgeliehen, eine wunderbare Geschichte von Heimweh, Fernweh und fremden Kulturen. Am Samstag haben wir dann mit der Homestay-Family ausgiebig diniert und ich begreife nun die Familienverhältnisse ein wenig besser. Meine Hörverständniss macht weiter fortschritte und ich verstehe die Aussis immer besser, bei Sprechen ist mein Akzent aber immer noch gewaltig breit. Am Sonntag gings dann nach Lone Pine zu den Kängurus und Koala. Nach dem ich den Sommer schon verabschieden wollte, brennt die Sonne nun seit Samstag wieder erbarmungslos und das Thermometer klettert wieder über 35 Grad. So war es dann am Sonntag selbst für die australischen Tiere zu heiss.
Weiterreise in Australien
Meine Reise startet am 7. April (weil am 6. April die Flüge viel zu teuer sind), es geht dann mit dem Flugzeug nach Melburn wo ich einige Tage in der Stadt bleibe und einen "Great Ocean Road"-Tour machen werde (1 Tag). Danach gehts mit einer Bus-Tour nach Sydney. Wo ich mich dann auch mal noch mit Surfen versuchen werde, weil die Schule momentan keine Surftripps mehr im Angebot hat. Von Sydney werde ich mit dem Flugzeug nach Airlie-Beach reisen und dort 3 Tage auf einem Segelschiff verbringen und auch ein wenig tauchen können. Danach gehts dann mit dem Flugzeug zurück nach Brisbane wo ich am Anzac-Day nach Dubai abfliege. So viele Flüge hats im überigen weil es schlicht und einfach viel günstiger ist als der Bus oder Zug.
Leo auf der Weltkarte
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Der Weg ist das Ziel

Ab in den Süden
Am Dienstag hatte ich das grau-weiss des Mittellandes endgültig satt und reiste spontan in den Süden. Lernen konnte ich Zug eben so gut wie (oder schlecht) wie in der Schule. Und es war wirklich herrlich in Locarno. Sonne, Palmen, Spaziergang am See und der Schnee wo er hingehört, nämlich auf den umliegenden Hügeln.
Um so erstaunter war ich dann am Sonntag als ich erfuhr das die Tessiner an der Urne beschlossen haben ihren Kanton noch schöner zu machen, wirklich nötig hätten sie das mit diesem Wetterglück wohl kaum. Die wählenden Bewohner beschlossen mit, beinahe schon unglaublichen, 70 Prozent das Rauchen in Bars, Kaffees und Restaurants zum Schutz der Nichtraucher und Angestellten zu verbieten.
Ein feines Z'Mittagessen ohne gesundheitsschädigenden und störenden Rauch geniessen, das Feierabendbier trinken ohne den Gestank noch zu Hause in den Kleidern zu haben und in der Bar das Parfüm der netten Dame gegenüber wieder zu riechen - das alles ist nun im Sonnenkanton möglich.
Ich zieh ins Tessin! Wegen der Sonne und den Mief-freien Beizen. (Ausser die Zürcher oder die Bundesberner befreien mich auch hier vom Mief und somit vom Italienisch lernen.)
Ein grosser Schritt
In diesem Sinn:
Ein kleiner Schritt für einen Raucher,
Ein grosser Schritt für die Volksgesundheit!






