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Letzte Schulwoche (Woche 10)

Die letzte Schulwoche ist nun vorbei. Das Gute daran ist das ich nun keine "phrasal verbs" und harsträubende Zeitformen mehr lernen muss. Ebenso geht es nun bald auf Reisen und ich werde ein wenig mehr von Australien zu Gesicht bekommen. Leider heisst es aber auch Abschied nehmen von meinen Kollegen, Lehrern, Schulpersonal und natürlich "meiner Familie" auch Zeit.

Am Dienstag gingen Jorge, Michael und Tomo die Quelle des queenslander Bier besichtigen. Eine gewaltige Fabrik mit einem Output von 4 Million Liter pro Woche oder 1 Million "Stubbies" pro 8 Stunden. Nach der Führung mit einem ziemlich schwer verständlichem Aussi degustierten wir natürlich ausgiebig.

Am Donnerstag war dann bereits der letzte Tag. Nach dem der Tag ziemlich normal Verlief (bis auf das ich mit den Gedanken nicht immer ganz bei der Sache war) gabs dann am Ende das Zeugnis von Meg, welches noch besser ist als ich mir erhofft hatte. Was kein "A" ist, ist ein "A+"  - Belohnung für harten Einsatz, trotz schönem Wetter. Nach der Schule gings in den Roma Park für mein Abschieds BBQ und zum definitiv Abschied nehmen. Philiph (Ex-Classmate) kam auch noch vorbei, er ist für den letzten Tag in Australien noch nach Brisbane gekommen. Ein wenig traurig die Kollegen, die seit Beginn mit mir in die Schule gingen oder besonders Tolle meiner neuen Klasse, zu verabschieden.

Heute Freitag ging ich zusammen mit Lea, quasi zum Schulabschluss, auf eine Luxustour nach Stradbroke-Island. Die Tour von Beach Tours war ganz schön teuer, aber es hat sich definiv gelohnt. Neben dem Tour Guide Jason war nur noch eine Ami dabei. Die Tour startete direkt vor der Haustüre, wir haben freie Koalas, Schildkröten und Kangurus gesehen, Body gesurft, im See geschwommen und BBQ gegessen (inkl. Kanguru- und Krokodil-Wurst). Nach einem super Tag gehts nun morgen, nach dem ich gepackt habe, ab ins kalte Melbourne (max. Temperaturen unter 20 Grad, brrrr).
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German (Week 9)

German? Hauptsächlich spreche ich immer noch in Englisch, schaue Fernsehen und lese in dieser Sprache. Hin und wieder lese ich aber die Süddeutsche Zeitung in der Biblothek und letzte Woche habe ich auch auf deutsch ferngesehen. Das australische Fernsehen überträgt Inspector Rex in der deutschen Originalfassung mit englischem Untertitel, das ist mehr als kurios. Und diese Woche sind auch die Temperaturen bei deutschen Verhältnissen angelangt, unter 20 Grad, ganz schön kalt. Ich werde vermutlich erfrieren wenn ich zurück in die Schweiz gehe.

Aber nun zu meiner Woche. Anfangs Woche gings in der neue Klasse, mit vielen neuen Kollegen und einer neuen Lehrerin los. Die Klasse ist nun wieder ein wenig seriöser, ich habe hingegen zu letzter Woche ein wenig nachgelassen. Nach dem letzten Test sind die Hausaufgaben nicht mehr ganz so wichtig. Am Dienstag hatten wir Conversation Partners und hatten wieder mal die Gelegenheit mit Locals zu sprechen. Am Mittwoch gabs eine ordentliche Party und am Donnerstag übte ich mit meinen japanischen und koreanischen Kollegen und Kollegen noch ein wenig Englisch.

Als Einstimmung aufs Wocheende habe ich am Freitag zusammen mit meinem Gast-Vater im Fernsehen Australian Football geschaut. Ein auserordentlich schnelles und aufregendes Spiel und "wir" haben erst mit dem Goldenpoint verloren. Am Samstag habe ich endlich die grandiose Brisbane Gallery of Modern Art fertig erkundet. Die asiatische Sonderausstellung umfasst auch einen Raum um das filmische Schafen von Jackie Chan, sein Einfluss auf den modernen Film wird vieleicht tatsächlich unterschätzt. Danach habe ich noch das älteste, aber eher unspektatkuläre Building von Brisbane besucht.

Am Sonntag gings mit Kollegen an die Gold Coast. Das Reisen zu acht war eher kompliziert und ich bin ganz froh das ich nächste Woche alleine auf meine Reise gehe. Unser Zielort Surfers Pardise ist eher nicht so nach meinem Geschmack. Der Strand und die Wellen sind grossartig, aber die hochhausbepflastere Skyline ist nicht unbedingt das was mir gefällt. Das Wetter hat uns ein wenig im Stich gelasen und es hat öffters mal geregnet. Der Tag war aber trotz allem ganz nett und wir sind erst spät in der Nacht heimgekehrt.

Nun ist bereits meine letzte Schulwoche angebrochen und in exakt einem Monat sitze ich schon wieder im Büro.
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Testweek, again (Woche 8)

Letzte Woche habe ich mich noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt und ordentlich Grammatik gebüfelt. Es hat sich gelohnt, mit 75% war ich der beste der Klasse (obwohl das nicht wirklich ein Massstab ist). Der Vocabularteil ging auch ohne grosses, spezielles Lernen ziemlich gut. Unsere Klasse wurde dann am Donnerstag nach dem sie kontinuierlich geschrumpft war aufgelöst und der verbleibende Rest von uns geht nun zusammen mit der bestehenden 600 Klasse in die Schule. (Als kleiner Spoiler auf nächste Woche: Die neue Klasse funktioniert bis jetzt ganz toll.)

Am Wochenende ging dann endlich ans Great Barrier Reef, nach dem dieser Trip wegen des Wetters drei mal verschoben worden war. Die 500 km Reise wars definitiv Wert. Am Samstag morgen sah's noch ziemlich düster aus. Das Wetter war schlecht und die Überfahrt war die Hölle. Ich wurde Seekrank. Als wir ankamen war das Wetter jedoch super und wir machten einen Spaziergang auf der Insel und haben recht lange geschorchelt. Der Tauchgang wurde aber dann leider aus Zeitgründen gecancelt. Auf der Heimreise am Sonntag besuchten wir dann noch den Australien Zoo.
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Formweek (Woche 7)

Irgendwie war ich die letzte Woche dauernd mit Formularen ausfüllen beschäftigt. Meine Vorsätze wieder ein wenige mehr für die Schule zu machen haben gefruchtet und ich habe doch wieder mehr als eine Stunde Hausaufgaben pro Tag hingebracht. Um meiner Konzentration ein bisschen Nachhilfe zu verschaffen bin ich dazu jeweils in der Schule geblieben. Das führte am Mittwoch dann zu einer recht lustigen Begegnung. Einige Asiatinnen haben im selben Raum Konversation geübt in dem ich Hausaufgaben machte. Ihr Thema war Essen und Sport, wobei sie jeweils die Eigenheiten ihres Landes erklährten. Fand ich eine ganz tolle Idee und ich machte gleich mit, meine Grammatikaufgaben waren eh langweilig. Obwohl ich momentan recht fleissig Arbeite komm ich mit der Grammatik nicht wirklich weiter. Mal schauen wie das diese Woche (Testwoche) aussieht.

Am Freitag hiess es leider Abschied nehmen, Philip hatte seinen letzten Schultag. Auch sonst wird unsere Klasse langsam kleiner: Sophie hat bereits Anfangs Woche die Klasse gewechselt, Rana und Wendy wechseln in den Cambridge Kurs und Michael geht für eine Woche die Ferien bevor er ebenfalls den Kurs wechselt. Viele der bestehenden Kollegen wechseln Ende dieser Woche ebenfalls in einen anderen Kurs. Wie auch immer, wir verabschiedeten Philip mit einer BBQ-Party im Roma Park. Jorge war leider nicht dabei, er war in Melburn am F1-Grand Prix. Nach dem BBQ gingen wir schnell Heim und danach gings ab in den Club. Am Samstag war ich dann ziemlich kaputt und habe nicht wirklich viel gemacht. Sonntags habe ich wieder mal aufgeräumt. Am Nachmittag habe ich das Brisbane City Museum angeschaut und auch den City Hall Tower erklommen. Ausserdem ging ich auf eine kleine Einkaufstour. In meiner Galerie findet man nun auch wieder neue Bilder.
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Schulhalbzeit (Woche 5)

Die Hälfte der Zeit in der Schule habe ich nun bereits geschafft. Ich möchte auf keinen Fall "abgesessen" sagen, es macht nämlich nach wievor viel Spass und ich lerne auch ganz fleissig hinzu. Am Montag war ich, wie schon mitgeteilt, im Reisebüro und habe mich über das weiterreisen informiert.

Am Dienstag war "Conversation Partners" in der Schule, das heisst das nach Schulschluss einige Aussis vorbeischauen, eine ideale Gelegenheit um sich mit den verücksten Dialekten rumzuschlagen und "Eingeborene" kennenlernen. Jorge und ich wollten danach ins Kino, betont werden sollte hier das "wollten". Nach dem wir ein wenig rumgelaufen sind gingen wir noch in einen Bottelshop und tranken ein Bier. Als wir dann die Tickets hatten stellten wir fest das der Film erst kurz vor 12 fertig wird und wir beide keinen Bus mehr hatten. Nach einer kurzen Diskussion war klar das uns ein Taxi zu teuer ist. Glücklicherweise konnten wir die Billete wieder zurückgeben. Wir gingen dann zurück in den Bottelshop auf ein weiteres Bier. Dort legten die Aussis inzwischen mit einem "Trivial pursuit" los. Da wir einer Gruppe dank unser internationalen Kenntnisse weiterhelfen konnten, wurden wir gleich ins Team aufgenommen. Beim Thema der letzten Runden "Oscar" waren wir dann aber auch keine grosse Hilfe mehr. Am Mittwoch habe ich "md House" geschaut, super wenn Fernsehen zum lernen zählt.

Am Donnerstag gings mit dem "City Cat", einem hölen schnellen Stadtschiff, an die Cats Vorstellung. Als einziger Mann unter über 20 Frauen, so was müsste mir öffters passieren. Die Vorstellung war toll. Das letzte Billet für die Vorstellung habe ich glückerweise von einer Sekretärin der Schule bekommen. Nett sein zahlt sich manchmal aus.

Der Trip zum "Great Barrier Reef" wurde leider bereits wieder gecanclet. Wir beschlossen deshalb nach Byron zu fahren. Der Freitagsbus ging jedoch bereits am Nachmittag. Jorge wollte allerdings die Schule auf keinen Fall verpassen und so beschloss ich am Samstag morgen mit ihm zu fahren. Das war mir eigentlich ganz Recht, so konnte ich am Mittwoch packen und musste das nicht auch noch Donnerstagnachts machen. Steve (Korea) und Philipp (CH) gingen bereits am Freitag los. Jorge und ich lagen dann am Vormittag nach der Ankunft ein wenig am Strand und verdrückten ein Subway-Sandwich bis wir unsere Betten im Backpackers Aquarius beziehen konnten. Danach liefen wir zum Lighthouse und trafen auch noch Philipp und Steve die gerade von Philips Falschirmsprung zurückgekehrt waren. Nach dem Spaziergang nutzten wir erst mal die Happy Hours im Backpackers aus und kochten uns danach einen ordentlichen Z'Nacht (Steaks mit Salat). Später gings dann in einen Klub und wir liessen es uns nicht nehmen bis zum Schluss zu bleiben. Am nächsten Morgen lagen wir ein wenig am Strand und machten uns noch einige Sandwich, ein kurzer Abstecher ins Beach Coffee durfte natürlich nicht fehlen. Mit dem eher unbequemen (aber günstigen) Bus gings dann zurück nach Brisbane. Einen leichten Sonnenbrand habe ich dann aber doch mit nach Hause genommen.

Um den Start der nächsten Woche vorweg zu nehmen. Am Montag habe ich nun meinen Trip für nach der Schulzeit gebucht und die erste Rate bezahlt.
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Prüfungswoche (Woche 4)

Zuerst mal einige Worte zu meinem Englisch. Ich habe das Gefühl das ich recht Fortschritte mache. Ein wenig überrascht war ich über meinen lausigen aktiven Wortschatz, ich muss ordentlich Voci büffeln um auch bei einfacheren Konversationen mitzusprechen zu können. Das Englisch ist aber ein relativ kleines Problem, mit dem Australisch habe ich immer noch meine liebe Mühe. Bei Sportler im Fernseher, meine Homestay-Family und andere Eingeboren habe ich immer noch einige Probleme zu folgen. Die Grammatik-Kenntnisse sind wie erwartet ziemlich lausig. Die Lehrer finden es nicht so schlimm, ich habe aber immer noch meine lieben Probleme mit Zeitformen und anderen Feinheiten der englischen Sprache. Kollegen und Lehrer finden meine Betonung der englischen Sprache töne scheinbar bei mir noch ein wenig Nazi-German-Like (ziemlich abgehakt), aber auch daran arbeite ich.

Die Prüfungswoche startete zimlich angenehm. Am Wochenende versuchte ich mit viel Ruhe die Grippe endgültig zu besiegen, was nicht schlecht gelang. Am Mittwochabend besuchte ich ihn "Logon City", einem relativ entfernten Suburb von Brisbane, eine ehmalige Cevi-Leiterin von mir die mit ihrem Sohn und Mann schon vier Jahre in Oz lebt. Das ganze war ein sehr vergnüglicher Abend. Am Abend rief mich auch noch Susan vom Bomerang-Club (der in der Schule für ausserschulische Aktivitäten zuständig ist) an, unser Tripp zum Great Barrier Reef würde wegen der schlechten Wetterprognosen verschoben. Somit wurde auch das Wochenende wieder frei.

Zuerst standen aber noch Prüfungen auf dem Programm! Der Voci-Test am Mittwoch ging ganz gut (ich hatte auch brav gelernt), die Präsentation war schon ein wenig schwerer und in gewissen Gebieten des Grammatiktests am Donnerstag war ich ziemlich schlecht und nicht wirklich zufrieden. Trotzdem geht die ganze Klasse am Montag ins Level 503 und in einem Monat werden wir dann mit 600 das höchste Level erreichen. Am Donnerstagnachmittag legten unsere Lehrer drei Klassen zusammen um ein Rollenspiel über die Verurteilung einer Mörderin zu spielen. Zuerst dachte ich das es ziemlich Langweilig werden würde, ich hatte mich getäuscht. Die Lektionen wurden die bisher lustigsten in meiner Schulzeit. Ich versuchte als Verteidiger für meine Mandantin einen Freispruch zu erreichen. Es war relativ schwierig zu erklähren warum zwei Messerstiche in den Rücken ein Unfall sein sollen und das die Mandantin ihren Mann über alles liebte obwohl sie wechselnde Männerbekanschaften pflegte. Die Jury hat uns dann leider die Story nicht abgekauft die Verhandlung war aber sehr amüsant und mit vielen latein-amerikanischen Emotionen gewürzt.

Am Samstag ging ich dann auf City-Tour, Jorge der erst Mitkommen wollte musste sich leider auf Wohnungssuche begehen und kam nicht mit. So bin ich allein durch die City gelaufen. Ich habe bei weitem nicht alles gesehen was ich wollte. Die Brisbane Library ist sehr toll. Sie ist mehr Begegnungsort als Bibliothek. In der Library findet man neben Bücher, DVD, Hörspielen und Zeitschrift von der ganzen Welt auch Sitzungsräume, Computer mit Internet, Schalter der Stadtverwaltung und am Samstag spielte sogar ein kleines Theater. Weiter gings mit dem CityCat den Brisbane River runter und wieder zurück. Nach einem kurzen Spaziergang der South Bank besuchte ich die neue Gallery of Modern Art. Sowohl das Gebäude wie auch die Ausstellung ist sehr interessant. Leider konnte ich nur den ersten Stock anschauen da die Galerie schon um 5 schloss.

Am Sonntag gings erneut nach Southbank zu einem BBQ mit einem Teil unserer Klasse und einigen anderen Personen. Candice unsere chinesische Mitstudentin feierte ihren Geburtstag und denn Abschluss der Englischschule, respektive den Start ihrer Zeit an der Universität in Brisbane. Wir haben unglaublich viel gegessen und einiges Getrunken, ein mexikanischer Mitstudent versuchte mich (und andere) mit Chilis zu vergiften (was ihm auch beinahe gelungen wäre). Nach der Party gings dann weiter in das Apartment jenes verückten Mexikaners, wo wir noch ein wenig weitertranken. Bevor es dann nach Hause ging.
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Woche 3

Am Montag gings dann nach der Schule gleich mal zu Arzt, der eine virale Grippe diagnostizierte und Schmerzmittel verschrieb. Mit den Schmerzmitteln ging dann die Woche mehr oder weniger Anständig über die Runde, auch wenn an gross Party oder Ausflüge nicht zu denken war. Die Woche bestand somit aus erster Linie aus Schule und schlafen. Natürlich auch noch ein wenig essen, das jedoch auch eher lustlos.

Zwei kleine Highlights waren ein kleines Festchen am Mittwoch zum Lunch, unsere Klasse ging italienisch essen (nettes Restaurant "ciccio's"), da unser Lehrer unsere Klasse abgibt und einige Koriphähen unserer Klasse ihre letzte Woche hatten. Mit Neocolor konnten wir auf den Tischtüchern jeweils noch die wichtigsten Dinge unseres Landes aufzeichnen (ich muss unbedingt an meiner Mini-Schweiz arbeiten).

Am Freitag war unsere Klasse and Friends noch bei einem kleinen BBQ im Roma Str. Park. Der liegt mitten in Brisbane und hat (wie viele Parks hier) öffentliche Grillplatten. Nach der Schule haben wir Geld zusammengelegt und während einige shoppen gingen habe ich zusammen mit einigen anderen den Platz reserviert. Wir haben dann bis in den Abend gegessen und getrunken. Das ganze war ein netter Ausklang für eine doch eher mittelmässige Woche.
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Erste Woche in Australien

Der erste Schultag ging früher los als ich erwartet hatte. Ziemlich genau um 5 Uhr in der Früh legte das "Wildlife" draussen los, die Vögel gaben alles um mich aus dem Bett zu holen. Ich fühlte mich als lebte ich mitten im Dschungel. Nach einem kleinen Frühstück mit Reisspufern, Toast und Fruchtsaft gings zur nahegelegene Busstation. Wir nahmen, nach kurzem Nachfragen den direkten Bus in die City. Dieser füllte sich bei den nächsten Stationen zackig. In die Innenstadt fuhr der Bus dann, zusammen mit einer ganzen Menge weiteren Busen, auf einer eigenen Busstrasse die Parallel zum Highway verläuft. Schlussendlich landeten wir dann im Untergrund von Brisbane in der "Queen Street Bus Station" und fanden denn auch den Weg nach oben wieder (einfach den anderen nachlaufen). Nach dem wir mal die richtige Richtung gefunden hatten gings rasch vorwärts, die Strassen in Brisbane sind alle Angeschrieben.

Ich hatte bereits am Vorabend auf der grossen Karte von Brisbane die Schule mit hilfe dea kleinen Kartenausschnitts den mir Boalingua geschickt hatte rausgesucht. Wir fanden den Punkt dann auch ganz gut. Leider war in der winzigen Seitengasse weit und breit keine Schule zu sehen. Nach erneutem Nachfragen und einem Blick auf die Adresse fanden wird die Schule dann auch. Der Kartenausschnitt war schlicht und einfach falsch (und nein, das ist keine Ausrede!). Mit einigen Minuten Verspätung trafen wird dann in der Schule ein, was nicht wirklich schlimm war, da sie noch nicht angefangen hatten. Auf dem Programm standen allgemeine Information und der Einstufungstest. Das Zimmer war mit gut 30 neuen Sprachschülern gefüllt, zu meinem Erstauen kein einziger Schweizer oder Schweizerin. Der Einstufungstest ergab bei mir das Level 502, wobei die erste Zahl jeweils das Level angibt und die Level von 100 bis 600 gehen. Die hinterste Zahl ist bei den höheren Level dann das unter Level. Ich war ein wenig erstaunt das ich so gut abgeschnitten hatte. Meine Mitbewohnerin hatte das Level 100 welches mich weniger erstaunte.

Danach gab es eine ganze kleine Führung mit einem Lehrer durch die Stadt mit den wichtigsten Informationen. Am Mittag ging ich zusammen mit Davne, einer ebenfalls neuen Studentin aus Belgien, in den Foodcourt essen. Der Foodcourt besteht aus einem guten duzend verschiedenen Take-Aways, von Sushi über Salat und Thailändisch bis zu ordinärem Junk-Food gibt es dort was das Herz begehrt. Das Paradis auf Erden eben! Ich habe mich für den Junk-Food entschieden und bei Hungry-Jack (der australischen Version von McDonalds) ein Menu gekauft. Am Nachmittag gabs dann noch eine Einführung in die Schule. Nach der Schule ging ich mit meiner japanischen Mitbewohnerin ins Arbeitsamt um uns um ihre Bewilligung zu kümmern. Die Schlange war unendlich. Die Aussis sind verkappte Briten und stehen unglaublich gerne in Schlangen. Nach einer Weile hatte sie jedoch ein Ticket, dass sah jedoch nochmals nach langem Warten aus. Dabei konnte ich ihr nicht wirklich helfen und so machte ich mich auf den Weg um im Postoffice eine Aussi-SIM-Karte zu kaufen. Das Angebot ist nicht minder verwirrend als bei uns, doch die "Pöstlerin" hat mich (so glaube ich doch) gut beraten und ich habe für 30 Dollar eine Simkarte mit ebensoviel Guthaben erworben. Mein Preisplan erlaubt es mir beim Aufladen von 40 Dollar gleich noch weitere 80 Dollar dazu zu bekommen (das ist irgendwie strange, aber egal). Als ich zurück zum Arbeitsamt kam, war meine Mitbewohnerin gerade fertig und schien ganz glücklich.

Die Hitze und das dauernde Trinken von kaltem Wasser machten mir in den nächsten Tagen ein wenig zu schaffen. Ich stieg dann irgendwann auf Tee um. Die Aussis sind verkappte Briten und trinken selbst bei heisestem Wetter Tee. Die Aussis fahren im überigen ebenfalls auf der falschen Seiten, ich konnte aber noch keinem klar machen das es wirklich die falsche Seite ist und meine japanische Kollegin hilft auch nicht mit. Am zweiten Tag ging es dann mit der richtigen Schule los. Mein Lehrer ist ein ganz netter Kerl und in meiner Klasse bin ich neben Philiph der einzige Schweizer, irgendwie scheint es an der Schule sowieso weniger Schweizer zu haben als mir Angedroht wurde. Der erste Schultag seit langem ist ein wenig ermüdend.Nichts desto trotz gehe ich am Abend noch freiwillig an die Veranstaltung zu dem die Schule einige Aussis eingeladen hatte mit denen wir uns austauschen konnten. War interessant das in Australien beinahe jeder einen bewussten Migrationshintergrund hat. Zuhause standen dann noch einige Hausaufgaben an und danach blieb noch Zeit um die erste Folge von Heros zu schauen (nett wenn Fernseh schauen zum Arbeiten gehört).

Danach verging die Zeit wie im Fluge. Am Mittwoch sah fand ich endlich den schnellsten Weg zur Schule. Nächste Woche werde ich wohl einen Bus später nehmen könnene, obwohl mir dies nicht viel nützt da am Morgen immer noch die Vögel pfeifen. Am Mittwoch Abend gab es ein Veranstaltung zum Reisen in Australien. Ob die Brasilianerin, die Schottin oder der Aussie den verücktesten Dialekt hatte weiss ich nicht so genau. Die Bilder machten mich aber sehr "gluschtig" auf das Reisen nach der Schule. Ich bin mir nun am überlegen ob ich wegen meiner kurzen Reisezeit doch eine geführte Tour buchen soll.

Am Donnerstag war dann Business as usual und am Freitag gabs dann mit der Power-Option-Klassen nochmals einen ziemlich anstregenden Tag. Ich bin am Freitag in den "Grammar" und "Writing" Klassen. Die Schule ist ziemlich anstrengend. Die Regeln sind ziemlich strikt, wer zu spät kommt wartet drausen, in der Schule darf nur Englisch gesprochen werden und wer zu häufig fehlt wird gemahnt. Schüler die ein Studentenvisa haben können wenn ihr Unterichtsbesuch unter 80 Prozent fällt sogar ausser Landes gewissen werden. Am Freitag hats dann am Morgen auch noch kräftig geregnet und in der Schule war es dann wegen der schlecht geregelten Klimaanlage ziemlich kalt.

Am Samstagmorgen habe ich nochmals Hausarbeiten abgearbeitet. Nach dem ich mir was kleines im Mikrowellen aufgewährmt hatte ging ich nochmals ein wenig schlafen. Gegen den Abend stieg ich dann noch auf den Hausberg den Mount Gravatt (was bei uns wohl eher ein kleiner Hügel währe). Die Distanzen sind in Australien immer ein wenig grösser und darum (und weil ich nicht auf Anhieb den direkten Weg fand) dauerte das ganze ein wenig Länger. Am Abend war die Familie nicht im Haus so haben wir das vorbereitete Essen ebenfalls im Mikrowellen gewärmt und mit japanischen Gewürzen ein wenig aufgepeppt. Am Abend stand dann noch Bilder hochladen und bloggen auf dem Programm. Morgen gehts dann ab nach Byron Bay. Denn Link zu den Bilder folgt bald, ich muss sie noch richtig benennen. Falls ich vergessen habe über was zu schreiben lasst es mich wissen!
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I dit it!

Nun habe ich ihn endlich auf Papier! Meinen "Eidg. Dipl. Ing. Inf."

Die Übergabe erfolgte am Freitag an der Diplomfeier welche ganz nett war! HSR-Rektor Mettler hat sich sichtlich angestrengt und seine Rede war sehr gut. Die Rede des Herrn von der Firma Bühler war auch nett, aber die hätte wohl besser ins Klassenzimmer als in den festlichen Rahmen gepasst. Ausserdem war sie ein "wenig" lang.

Wie kompliziert unsere Diplomarbeiten waren, habe ich dann bei der Verleihung der Preise gemerkt. Während ich bei den Informatiker ziemlich verstanden habe um was es ging, konnte ich bei den Elektronikern nicht wirklich folgen. Unser "Zeugs" muss wirklich irgendwie kompliziert sein. An dieser Stelle möchte ich nochmals allen Gewinnern gratulieren! Ihr habts euch verdient!

Ich durfte, da ich den Sprachpreis der ABB gewonnen hatte, auch noch auf die Bühne. Entgegen anderslautender Behauptungen habe ich den Preis keineswegs gewonnen weil ich ihn besonders nötig hätte, sondern schlicht und einfach weil ich mich beworben habe. Der Herr von der Boalingua hat im übrigen nicht gesterzt als er meinte das ich schon mit einem Bein im Flugzeug stehe. Mein Flug ging tatsächlich wenige Stunden später bereits über Dubai und Singapur nach Brisbane (Australien). Über die Reise und meine ersten Eindrücke von Australien gibt es in einem späteren Blog-Posts mehr.

"I did it!" ist im übrigen der Text auf unserem offiziellen Diplom-T-Shirt. Ich mag es! Nett wäre auch gewesen "I went longer than six semester to this school and all what i got was this lousy shirt!".
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Woche im Schnelldurchlauf

Gegen Ende dieser Woche wurde die Zeit einfach zu knapp zum bloggen. Die Woche in Stichworten:
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