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Lesen: iWoz

Ich habe wohl seit Jahren kein Buch mehr in einem "Schnurz" durchgelesen, die vielen Bücher des Studiums stahlen mir ein wenig die Leselust (und natürlich auch die Zeit). Da ich nun den Herrn Wozniak besuche, wollte ich erst noch sein Buch lesen. Die Erwartungen waren gross, ein Probekapitel wurde mal im c't veröffentlicht und das war sehr lustig.

Am Freitagabend kauft ich also nach Arbeitschluss im Orell Füssli die Memoiren von Steve Wozniak "iWoz". Das Buch ist ausserordentlich kurzweilig und hat eine Menge lustige Dinge drin. Woz erklährt wie er verückte Streiche gespielt hat, wie er den Apple gebaut hat, wie er mit dem anderen Steve gestritten und gelebt hat. Stellenweise sind die Sprüche genial, als er zum Beispiel erklährt welche Präsidenten er wählte, fiel auch mir kurzerhand der Kinnladen herunter. Seine "Erfindungen" sind wirklich genial und auch seine Learnings als Apple Mitgründer sind interessant.

Leider ist das Buch aber von (und wohl auch für) Woz. Dieser Mann ist ziemlich überzeugt von sich. Im ersten Kapitel beschreibt er seine Zeit als er als Wunderkind aufwuchs, dabei sind ihm seine Schulerfolge so wichtig das er kein Wort über seine Geschwister verliert. Auch im Rest des Buches wird immer wieder die Genialität seiner Ideen und Entwürfe dargestellt, die er durchaus mal mit seitenlangen technischen Beschreibungen erklährt. Wie genial er auch immer sein mag, im Buch legt er eine gewisse Arroganz an den Tag. Ausserdem kommen auch immer wieder Wiederholungen vor, die den Lesefluss stören. Dies mag aber an der deutschen Übersetzung liegen. Ich sollte Bücher endlich in der englischen Orginalsprache lesen.

Alles in allem ist das Buch sicherlich eine Empfehlung wert, die Geschichte des Mannes der den heutigen Computer so massgeblich beeinflusst hat sollte man kennen, ausserdem ist sie sehr kurzweilig zu lesen.
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